Mond im 7. Haus: die Bedeutung
Auf der Abendseite, wo die Sonne jeden Abend aus unserem Blick verschwindet, liegt der Deszendent; das 7.
Haus beginnt an diesem Punkt. Dieser Eckpunktsektor ist der des Gegenübers: Ehepartner, Teilhaber, treuer Kunde, erklärter Gegner, jede Beziehung, die von Angesicht zu Angesicht gelebt wird. Seine Entsprechung im Tierkreis ist die Waage, Bereich der Venus. Der Mond, der das Sicherheitsbedürfnis und die gefühlsmäßigen Reflexe darstellt, legt hier seinen Schwerpunkt bei anderen. Sich wohlzufühlen heißt, verbunden zu sein, und die Stimmung richtet sich gern nach dem Klima der Hauptbeziehung, wie eine Gezeit nach der Anziehung eines Gestirns.
Dieses Bedürfnis zeigt sich in den Lebensentscheidungen: Die Person sucht früh eine stabile Beziehung, arbeitet besser zu zweit, befragt gern einen Nahestehenden, bevor sie etwas unterschreibt. Sie nimmt die Erwartungen ihres Partners fein wahr und versteht es, ihn zu umgeben. Die Öffentlichkeit im weiten Sinn gibt ihr oft ein warmes Bild zurück; Fremde vertrauen sich ihr im Zug an. Ihre wichtigen Bindungen nehmen manchmal eine elterliche, beschützende oder beschützte Färbung an, eine Erinnerung an die mütterliche Symbolik, die dem Mond anhaftet.
Was ihre Sanftheit ausmacht, macht sie auch abhängig. Ohne Gesellschaft kann sie sich orientierungslos fühlen; in einer Partnerschaft riskiert sie, Geschmack und Stimmungen des anderen anzunehmen, bis sie sich vergisst. Trennungen, auch zeitweilige, erschüttern stark. Der Aszendent, genau gegenüber, bezeichnet den Einsatz der Achse: eine eigene Identität zu pflegen, die die Beziehung bereichert, statt sie für das emotionale Überleben unentbehrlich zu machen.
- Bereich
- Beziehungen und Bündnissedie Partnerschaft, die Zusammenschlüsse, das Gegenüber
- Typ
- EckhausAchse mit dem 1. Haus
- Natürliches Zeichen
- WaageNatürlicher Tierkreis: 1. Haus = Widder
- Natürlicher Herrscher
- Venus