Mond im 9. Haus: die Bedeutung
Gleich nach dem Meridian, über dem Horizont, nimmt das 9.
Haus eine Fallstellung ein. Die Griechen setzten dort die Freude der Sonne an, genau gegenüber dem 3. Haus, in dem sich der Mond freut. Der Sektor hallt im Schützen wider, dem Zeichen Jupiters, und berührt lange Reisen, weiterführendes Studium, Überzeugungen, Religion, Philosophie. Der Mond, Gestirn des Intimen und Vertrauten, richtet sich also in einem Bereich ein, der ihn in die Ferne ruft: Die emotionale Sicherheit baut sich dort durch Sinn und durch die Erweiterung der Anhaltspunkte auf, manchmal sehr weit vom Geburtsort entfernt.
Diese Spannung zeigt sich in den Werdegängen: eine Person, die ins Ausland zieht und dort ihr Zuhause gründet, die eine hartnäckige Nostalgie für ein mit zwanzig besuchtes Land bewahrt, die in einer Spiritualität oder einer Philosophie einen wirklichen Unterschlupf findet. Sie lernt gern Sprachen, kocht Gerichte von anderswo, beherbergt Reisende. Die von der Familie überlieferten Glaubensvorstellungen zählen viel, ob man sie fortführt oder sich von ihnen entfernt. Ihre Stimmungen verfliegen oft, wenn sie sich auf den Weg macht.
Die Sehnsucht nach der Ferne kann zur Flucht werden. Wenn ein Gefühl lastet, besteht die Versuchung aufzubrechen, den Rahmen zu wechseln oder alles durch eine große Idee zu erklären, statt bei dem zu bleiben, was schmerzt. Der Idealismus kann auch anspruchsvoll gegenüber den Nahestehenden machen. Das 3. Haus, gegenüber und Ort der Freude des Mondes, zeigt die Ressource der Nähe: der Nachbar, das einfache Gespräch, der geteilte Alltag.
- Bereich
- Horizonte und Sinndie weiten Reisen, das Studium, die Überzeugungen
- Typ
- Fallendes HausAchse mit dem 3. Haus
- Natürliches Zeichen
- SchützeNatürlicher Tierkreis: 1. Haus = Widder
- Natürlicher Herrscher
- Jupiter