Mars im 12. Haus: die Bedeutung
Das 12.
Haus, ein fallendes, geht dem Aszendenten voraus; man ordnet ihm Innerlichkeit, Kulissen, unsichtbare Arbeit, gewählte oder erlittene Einsamkeit zu. Mars, der sich gern zeigt, handelt dort anders. Die Person bereitet im Schatten die Akte vor, die dem Team zum Sieg verhilft, unterstützt anonym eine Sammlung, arbeitet nachts in einem Aufnahmestudio. Ihre Energie entfaltet sich an zurückgezogenen Orten und in Aufgaben, deren Spur man nicht sofort sieht.
Saturn freut sich dort im griechischen Schema, das diesen Ort „Böser Dämon“ taufte; der natürliche Tierkreis ordnet es den Fischen und Jupiter zu, bei den Modernen mit Neptun. Mars ist dort fern seines Terrains. Seine Wünsche vor Zeugen zu behaupten fällt schwer; die zurückgehaltene Wut kann sich indirekt ausdrücken, durch verhüllte Ironie, passiven Widerstand, plötzlichen Rückzug. Sie kann auch nach Monaten des Schweigens auf einmal ausbrechen, zur allgemeinen Überraschung.
Das 6. Haus gegenüber betrifft den Alltag und den geleisteten Dienst. Alles hängt davon ab, die eigene Kampfbereitschaft anzuerkennen, statt sie zu leugnen. Ein allein betriebener Sport, Laufen in der Morgenfrühe oder Schwimmen, eine anspruchsvolle kreative oder spirituelle Tätigkeit, ein Tagebuch, in dem man festhält, was reizt, bieten Ventile. Nahe am Aszendenten kann Mars im 12. Haus auch wie ein verschleierter Mars im 1. Haus wirken: Seine Energie wird am Ende oft sichtbar.
- Bereich
- Innenlebender Rückzug, das Innenleben, das, was verborgen bleibt
- Typ
- Fallendes HausAchse mit dem 6. Haus
- Natürliches Zeichen
- FischeNatürlicher Tierkreis: 1. Haus = Widder
- Natürlicher Herrscher
- Jupiter