Sonne im 4. Haus: die Bedeutung
Um Mitternacht zieht die Sonne unter unseren Füßen hindurch, am tiefsten Punkt ihrer Bahn: Man spricht dann von der Himmelstiefe, und dort öffnet sich das 4.
Haus. Dieses Eckhaus, im natürlichen Tierkreis mit dem Krebs und dem Mond verbunden, berührt das Haus, die Vorfahren, die nahen Verwandten und die häusliche Intimität. Das Lichtgestirn des Tages steht dort im Gegensatz zur Sichtbarkeit: Sein Glanz ist nach innen gerichtet, auf das, was gründet, statt auf das, was sich zeigt.
Das ergibt oft einen Menschen, der sehr an seinem Haus hängt und ein ganzes Wochenende damit verbringen kann, ein Zimmer zu streichen oder für die ganze Familie zu kochen. Die Familiengeschichte zählt: Er rekonstruiert den Stammbaum, behält das Haus seiner Großeltern oder definiert sich im Gegenteil in Reaktion auf ein drückendes Familienmodell. Die Überlieferung verbindet dieses Haus auch mit dem Vater, sodass die Vaterfigur oft einen prägenden Platz im Aufbau des Selbst einnimmt.
Die Innerlichkeit dieser Stellung kann die öffentliche Selbstbehauptung verzögern. Viele Menschen mit der Sonne im 4. Haus blühen vor allem nach der ersten Lebenshälfte auf, wenn die Fundamente gelegt sind. Das Risiko ist der Rückzug auf den intimen Kreis oder die Schwierigkeit, sich vom Familienmodell zu lösen. Das 10. Haus, gegenüber, erinnert daran, dass sich eine Identität auch in der Welt entscheidet, in einer angenommenen gesellschaftlichen Rolle.
- Bereich
- Zuhause und Wurzelndas Zuhause, die Herkunft, die Familie
- Typ
- EckhausAchse mit dem 10. Haus
- Natürliches Zeichen
- KrebsNatürlicher Tierkreis: 1. Haus = Widder
- Natürlicher Herrscher
- Mond