Sonne im 1. Haus: die Bedeutung
Jedes Geburtshoroskop öffnet sich am Osthorizont, dort, wo die Gestirne aufgehen; das 1.
Haus beginnt an diesem Punkt. Die Sonne besetzt es, wenn sie sich anschickt zu erscheinen: meist in den etwa zwei Stunden vor ihrem Aufgang, wobei der Abstand mit Jahreszeit und Breitengrad variiert. In diesem Eckhaus, dem persönlichsten des Geburtshoroskops, verschmilzt das Lichtgestirn der Identität zum Teil mit der Art, sich zu präsentieren. Was die Person sein will und was sie zeigt, decken sich stärker als bei anderen Stellungen.
Ein solcher Mensch fällt schnell auf: Er setzt sich bei einer Fahrt unter Freunden von selbst ans Steuer, reagiert laut, steht zu seinem Kleidungsgeschmack. Seine Vitalität zeigt sich in der Geste. Er muss in eigenem Namen handeln, signieren, was er tut, und erträgt es schlecht, hinter jemandem zu stehen. Das Zeichen, in dem die Sonne steht, ebenso wie das des Aszendenten, präzisiert den Stil: Im Steinbock bleibt diese Selbstbehauptung zurückhaltend; im Löwen wird sie glanzvoll.
Diese Sichtbarkeit hat ihren Preis. Die Person kann sich ständig beobachtet fühlen oder im Gegenteil unbewusst Aufmerksamkeit suchen. Gemeinschaftliche Vorhaben verlangen ihr Anstrengung ab: anderen die Hauptrolle überlassen, eine gemeinsame Entscheidung akzeptieren. Das 7. Haus, auf der Gegenseite, erinnert an die Lektion der Achse: Man entdeckt sich auch im Blick einer Partnerperson und nicht nur im eigenen Spiegelbild.
- Bereich
- Ich und Auftretendie Person, das Auftreten, der Anfangsimpuls
- Typ
- EckhausAchse mit dem 7. Haus
- Natürliches Zeichen
- WidderNatürlicher Tierkreis: 1. Haus = Widder
- Natürlicher Herrscher
- Mars