Sonne im 10. Haus: die Bedeutung
Zu Sonnenmittag erreicht das Lichtgestirn den höchsten Punkt seiner täglichen Bahn: die Himmelsmitte, die das 10.
Haus eröffnet. Eine Geburt am späten Vormittag oder um die Mittagszeit stellt die Sonne daher oft in dieses Eckhaus, das höchste des Geburtshoroskops, das dem Steinbock und seinem Herrscher Saturn entspricht. Man liest darin den gewählten Beruf, den Ruf, den gesellschaftlichen Werdegang, die Rolle, die man in den Augen der Gesellschaft innehat. Die Sonne steht dort auf dem Gipfel ihrer Sichtbarkeit, und das Horoskop ist ein Taghoroskop.
Oft weiß die Person früh, was sie tun will, oder sucht jahrelang hartnäckig ihre Berufung. Sie übernimmt Verantwortung, kandidiert bei den Vereinswahlen, akzeptiert, ein Team zu leiten. Was sie öffentlich leistet, zählt viel für ihr Selbstwertgefühl. Ihre Ausstrahlung ist die der Autorität: Man befragt sie, man folgt ihr, man vertraut ihr Entscheidungen an. Auch außerhalb der Arbeit übernimmt sie oft die Rolle der Bezugsperson, in einer Familie wie in einem Verein.
Diese Exponiertheit hat ihren Preis. Die Identität kann mit dem Titel verschmelzen, und eine Zeit ohne berufliche Anerkennung als Selbstverlust erlebt werden. Der Druck zu gelingen lastet manchmal auf dem Privatleben. Auf der anderen Seite bezeichnet das 4. Haus das Gegengewicht: Wurzeln, ein Zuhause, ein Innenleben, das nicht vom öffentlichen Blick abhängt.
- Bereich
- Berufung und öffentliche Rolledie Laufbahn, der Ruf, der Platz in der Welt
- Typ
- EckhausAchse mit dem 4. Haus
- Natürliches Zeichen
- SteinbockNatürlicher Tierkreis: 1. Haus = Widder
- Natürlicher Herrscher
- Saturn