Was bedeutet der Buchstabe I?
Diese Zahl legt in den Buchstaben Weite und Loslösung.
Das I ist der neunte Buchstabe des Alphabets und ist 9, die letzte der einstelligen Ziffern: die, die eine Reihe schließt und schon darüber hinausblickt. Da es sich um einen Vokal handelt, wiegt das I bei dem, was im Inneren geschieht, bei den Regungen, die man nicht immer zeigt. Im Ausdruck ist das Emotionale sein Feld: Es vermittelt durch Empfinden, Blick und Empfang mehr als durch Argument oder Beweis.
Seine Form ist die sparsamste des Alphabets: ein senkrechter Strich, ein Punkt darüber. Nichts, was sich festhakt, nichts, was sich einrollt. Dieser Strich verbindet Boden und Himmel, und der Punkt erinnert an das Auge oder den Tropfen. Der Klang wird mit fast geschlossenem Mund gesprochen, an den Lippenspitzen, wie ein kleiner Ruf des Erkennens. In manchen Sprachen ist es auch der Buchstabe, der das „Ich“ bezeichnet, allein, groß, isoliert: ein Paradox für einen Buchstaben der 9, der gerade das Individuum überschreiten will.