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Radon, Feuchtigkeit, Kohlenmonoxid: was sich messen lässt

Vier reale Risiken der Wohnung bleiben unbemerkt: Radon, Strom, Feuchtigkeit, Kohlenmonoxid; jedes lässt sich überprüfen, durch eine Messung oder eine Fachperson.

  • Reale Risiken
  • Messung
  • Wen man fragt
Das Wichtigste

Was man zu Hause messen kann kurz gesagt

Was eine Wohnung wirklich bedroht, lässt sich messen, und jedes Risiko hat seinen Ansprechpartner: Sie wissen, was zu prüfen ist und bei wem.

Richtwerte gelesen am
27. Oktober 2026
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Was man zu Hause messen kann

Radon

Radon ist ein natürliches, radioaktives Gas, ohne Geruch und Farbe, das aus dem Boden aufsteigt und sich in geschlossenen Räumen ansammelt: Keller, Erdgeschoss, Kriechkeller. Über Jahre eingeatmet, erhöht es das Risiko für die Lunge, bei Rauchern noch mehr. Im Alltag verrät es sich durch nichts. Messen Sie über mehrere Monate in den Räumen, in denen Sie am meisten leben: Das BfS rät zu drei bis zwölf Monaten, ideal ist ein ganzes Jahr; in der Schweiz dauert eine anerkannte Messung ein Jahr oder mindestens 90 Tage in der Heizperiode.

An wen Sie sich wenden könnenDie nationale Behörde für Gesundheit oder Strahlenschutz.

Elektroinstallation

Eine Elektroinstallation altert, ohne dass man es sieht: Was noch funktioniert, ist deshalb nicht sicher. Fassen Sie den Verteiler nicht selbst an: Eine qualifizierte Elektrofachkraft prüft den Verteiler, die Erdung und die Schutzeinrichtungen und sagt dann, was erneuert werden muss. Die Regeln unterscheiden sich von Land zu Land; wenn Sie zur Miete wohnen, sprechen Sie zuerst mit der Vermieterin oder dem Vermieter.

    An wen Sie sich wenden könnenEine Elektrofachkraft; die Vermieterin oder der Vermieter, wenn Sie zur Miete wohnen.

    Feuchtigkeit und Schimmel

    Schwarze Flecken in einer Ecke, Tapete, die Blasen wirft, Kondenswasser, das an den Scheiben herabläuft, muffiger Geruch: Feuchtigkeit setzt sich in einer schlecht gelüfteten Wohnung schnell fest, und der Schimmel folgt. Die erste Geste kostet nichts: Stoßlüften. Das Umweltbundesamt rät in der kalten Jahreszeit zu zwei- bis dreimal täglich etwa fünf Minuten pro Raum bei weit geöffnetem Fenster, statt Fenster lange gekippt zu lassen. Wenn die Spuren trotzdem wiederkehren, suchen Sie ein Leck oder eine Undichtigkeit und ziehen Sie einen Handwerker hinzu.

    An wen Sie sich wenden könnenInstallateur, Dachdecker oder Baufachperson je nach Ursache; die Vermieterseite, wenn Sie zur Miete wohnen; bei größerem Befall eine Fachfirma.

    Kohlenmonoxid

    Unsichtbar und geruchlos entsteht Kohlenmonoxid bei unvollständiger Verbrennung: schlecht gewartetes Gerät, verstopfter Abzug, Raum ohne Belüftung. Wenn der Melder anschlägt oder mehrere Personen sich gleichzeitig unwohl fühlen, sucht man nicht die Ursache: Man lüftet, schaltet das Gerät aus, geht hinaus. Lassen Sie Heizung, Therme und Kaminofen regelmäßig von einer Fachperson prüfen; in Deutschland besichtigt zudem der bevollmächtigte Bezirksschornsteinfeger die Feuerstätten (Feuerstättenschau). Ein Rauchmelder schlägt bei Kohlenmonoxid nicht an: Dafür braucht es einen eigenen CO-Melder.

    An wen Sie sich wenden könnenEine Fachfirma für Heizung oder Gas; in Deutschland auch der Schornsteinfeger. Kopfschmerzen, Schwindel oder Übelkeit bei mehreren Personen: Gerät aus, hinaus, Notruf 112 (Österreich: Feuerwehr 122, Rettung 144; Schweiz: Rettung 144).

    Kopfschmerzen oder Übelkeit bei mehreren Personen im Haushalt: lüften, Geräte ausschalten, hinausgehen und den Notruf wählen (112, europaweite Notrufnummer, in Deutschland, Österreich und der Schweiz).

    Offizielle Hinweise, keine Beratung: Bei jedem Risiko ist die genannte Behörde maßgeblich.

    Was man zu Hause messen kann: Ihre Fragen

    Wie misst man Radon zu Hause?

    Mit passiven Messgeräten, die ein Messlabor zuschickt und danach auswertet. In Deutschland legt das Strahlenschutzgesetz einen Referenzwert von 300 Bq/m³ im Jahresmittel fest, einen Maßstab und keinen Grenzwert; eine Messung kostet laut BfS je nach Labor 30 bis 50 Euro. Österreich (Radonschutzverordnung) und die Schweiz (seit 2018) nennen ebenfalls 300 Bq/m³; die WHO empfiehlt 100 Bq/m³.

    Wann sollte man seine Elektroinstallation prüfen lassen?

    Vor Arbeiten, beim Einzug in eine ältere Wohnung oder wenn niemand weiß, wann sie zuletzt geprüft wurde. Die Regeln unterscheiden sich von Land zu Land; bei jedem Zweifel im Alltag rufen Sie eine qualifizierte Elektrofachkraft, als Mieter zuerst die Vermieterin oder den Vermieter.

    Wie entfernt man Schimmel von einer Wand?

    Reinigen Sie ihn mit Maske und Gummihandschuhen, ohne ihn trocken abzukratzen oder zu saugen, was die Partikel in die Luft bringt. Überstreichen Sie ihn nicht mit Farbe oder einem neuen Belag. Kleine, oberflächliche Flächen unter etwa 0,5 m² können Sie laut Umweltbundesamt selbst entfernen, wenn Sie nicht allergisch reagieren; größeren Befall saniert eine Fachfirma. Suchen Sie vor allem die Ursache, Leck, Undichtigkeit oder mangelndes Lüften: Sonst kommt der Schimmel wieder.

    Was tun, wenn der Kohlenmonoxidmelder anschlägt?

    Öffnen Sie Türen und Fenster, schalten Sie wenn möglich die Verbrennungsgeräte aus, verlassen Sie die Wohnung und rufen Sie den Notruf 112; in Österreich nennt das Gesundheitsportal Feuerwehr 122 und Rettung 144, in der Schweiz die Rettung 144. Bei Vergiftungsverdacht berät der Giftnotruf (Deutschland: Vorwahl + 19240; Österreich: 01 406 43 43; Schweiz: 145). Kehren Sie erst nach der Einschätzung einer Fachperson zurück. Ein Rauchmelder ersetzt keinen CO-Melder: Wählen Sie einen Melder, dessen Verpackung die Norm EN 50291 angibt.

    Offizielle Richtwerte, am 27. Oktober 2026 auf den Originalseiten gelesen und bei jeder vierteljährlichen Überprüfung erneut gelesen.

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