Venus im 6. Haus: die Bedeutung
Das sechste Haus, ein fallendes, versammelt die wiederkehrenden Aufgaben, die Gewohnheiten, die Organisation, den geleisteten Dienst, die Kollegen und die Kleintiere.
Es entspricht der Jungfrau, dem Zeichen des Falls der Venus, und nach den Alten freut sich dort Mars, nicht Venus. Der Planet der Annehmlichkeit findet sich also in einem wenig glamourösen Bereich, und gerade dort bringt sie etwas ein: erträglich, ja angenehm zu machen, was getan werden muss. Eine Person mit dieser Stellung stellt eine Pflanze auf ihren Schreibtisch, kocht Kaffee für das ganze Team, verwandelt die Aufräumpflicht in einen musikalischen Moment.
Die Arbeitsbeziehungen sind oft herzlich. Diese Venus knüpft Bindungen zu Kolleginnen und Kollegen, erinnert sich an Geburtstage, entschärft die Spannungen eines Großraumbüros. Gut gewählte Routinen bereiten echtes Vergnügen: Morgenspaziergang, ausgewogene und schmackhafte Mahlzeiten, sorgfältige Wochenorganisation. Der Sinn fürs Schöne gilt auch den Werkzeugen: ein hübsches Notizbuch, eine gut gestaltete Software, eine solide Küchenschürze. Eine Katze oder ein Hund teilt gern diese gut geregelten Tage.
Die Kehrseite ist die Hingabe. Aus dem Wunsch nach Harmonie nimmt man eine zusätzliche Last an, wagt nicht, einem Kollegen Nein zu sagen, macht sich unentbehrlich. Das 12. Haus gegenüber erinnert daran, dass Nützlichkeit nicht der einzige Maßstab eines Tages ist: Ruhe, Rückzug, Tagträumen gehören zum Leben. Sich zu schonen bleibt die Bedingung, um lange dienen zu können.
- Bereich
- Alltag und Dienstdie tägliche Arbeit, die Gewohnheiten, der geleistete Dienst
- Typ
- Fallendes HausAchse mit dem 12. Haus
- Natürliches Zeichen
- JungfrauNatürlicher Tierkreis: 1. Haus = Widder
- Natürlicher Herrscher
- Merkur