12. Haus im Zeichen Krebs: die Bedeutung
Kinderfotos in einer Schachtel, die niemand öffnet, ein Lied, das im Auto die Kehle zuschnürt, ein betagter Elternteil, den man jede Woche besucht, ohne im Büro davon zu sprechen: Der hier stehende Krebs gibt der Kulisse eine gefühlsbetonte Farbe.
Die Person fühlte viel und zeigte wenig. Sie bräuchte eine vertraute Zuflucht, ein Zimmer, ein Ferienhaus, eine Küchenecke, um das kommen zu lassen, was sie sonst in sich trägt. Ihre Hingabe wäre mütterlich im weiteren Sinn: nähren, wachen, aufnehmen, ohne auf Dank zu warten.
Der Mond, Herrscher des Krebses, ist das schnellste der Gestirne: Er braucht knapp mehr als 27 Tage, um die zwölf Zeichen zu durchlaufen. Sein Geburtshaus setzt dieses Bedürfnis nach Zuflucht fort. Im 4. Haus würde es im Familienkreis gelebt; im 10. Haus verbärge es sich hinter einem beruhigenden öffentlichen Bild; im 3. Haus in Gesprächen mit einem Bruder, einer Schwester, einem Nachbarn. Auf der Pariser Breite geht diese Stellung unweigerlich mit einem Aszendenten im Löwen einher: Die nach außen gezeigte Wärme überdeckt eine schüchternere Sensibilität.
Die Kehrseite wäre der Rückzug in die Vergangenheit. Ein jahrelang gepflegter Familiengroll, eine Nostalgie, die daran hindert, die Gegenwart zu genießen, eine Empfindlichkeit, die man verbirgt und die sich als Schmollen Bahn bricht. Das 6. Haus im Steinbock auf der Gegenseite bringt einen Rahmen: Zeiten, Verantwortung, Aufgaben, die den Tag strukturieren und verhindern, in Erinnerungen zu ertrinken. Gut gemachte Arbeit diente hier als Anker.
- Bereich
- Innenlebender Rückzug, das Innenleben, das, was verborgen bleibt
- Zeichen
- Krebs, Wasser kardinal
- Herrscher des Hauses
- MondDer Planet, der das Zeichen an der Spitze beherrscht
- Typ
- Fallendes HausAchse mit dem 6. Haus
- Gegenüberliegendes Haus
- 6. Haus im Zeichen SteinbockZwei gegenüberliegende Spitzen stehen immer 180° auseinander: Gegenzeichen